Warnfeuer auf Birgittas udde

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Typ: Warnfeuer Sancta Britas udde
Internationale Nr. C6951.55
Position: 58°33'55,3"N - 15°08'06,2"E
Kennung: W LFl 10 s
Feuerhöhe: 4 m
Foto: August 2022

Birgittas udde ist eine Landzunge, die in den See Boren reicht. An der äußeren Spitze von Sancta Britas Udde ist ein Stahlgestell mit zwei weißen, nach Ost und West aufgestellten Blechtafeln. Darüber ist ein weißes Blitzfeuer montiert, das die Schifffahrt vor dieser Landspitze warnt.

Birgittas udde ist der heutige Name für den Ort, an dem sich der mittelalterliche Hof Ulvåsa auf einer Landzunge im See Boren befand.
Der Ort, der früher 'S:a Britas näs' hieß, erhielt seinen Namen von der heiligen Birgitta, die den Hof im 14. Jahrhundert etwa zwanzig Jahre lang bewohnte. Birgitta hatte acht Kinder und war Beraterin der jungen Königin Blanka av Namur.

Der erste bekannte Besitzer des Hofes war Ulf Gudmarsson. Es ist nicht sicher bekannt, wann die Burg aufgegeben wurde, aber der Überlieferung nach muss es nach dem Tod von Ulf Gudmarsson im Jahr 1344 geschehen sein, als seine Frau Birgitta einen neuen Bauernhof, den sogenannten Gamlegården gebaut haben soll, das heutige Brittås, weiter südlich bei der Kirche.
Der Hof lag auf einer Landzunge von drei Seiten mit Wasser umgeben und auf der Landseite gab es zwei Wassergräben. Im Mittelalter war es üblich, Verteidigungsanlagen zu bauen, um sich vor Dieben und Feinden zu schützen. Am südlichen Wallgraben gibt es Spuren einer Zugbrücke, die nachts, oder wenn sich Feinde näherten, hochgezogen wurde.

Birgittas udde

Innerhalb der Gräben befanden sich ein Steinhaus und zwei Holzgebäude und außerhalb der Gräben eine Reihe anderer Gebäude. Heute ist eine Ruine des Steingebäudes erhalten. Die Stätte wurde nicht vollständig archäologisch ausgegraben.
Im Sommer 2016 gruben der Archäologe Martin Rundqvist und eine Gruppe von Studenten der Universität Umeå jedoch sieben kleine Schächte auf Birgittas Landzunge. Man konnte danach sehen, dass die Gebäude zwei Bauphasen hatten. Es gab dort keine großen kulturellen Ablagerungen, aber unter den wenigen Funden befanden sich eine Silbermünze, ein eiserner Schlüssel und zwei Scherben eines exklusiven venezianischen Trinkglases. Sowohl die Glasscherben als auch die Münze können auf 1250-1300 n. Chr. datiert werden.
Einige überraschende Funde waren Quarz- und Quarzitstücke, die zeigen, dass Menschen in der Steinzeit am Kap lebten. Die steinzeitlichen Überreste können wahrscheinlich in das mittlere oder späte Mesolithikum (7500-4000 v. Chr.) datiert werden.

 

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